Eine vollflächige Betonplatte ist im
Gegensatz zu einem Streifen- bzw. Punktfundament einfacher in der Herstellung
und bietet Ihrem Gartenhaus / Gerätehaus eine vollflächige Auflage, über die
die anfallenden Lasten gut ins Erdreich weitergeleitet werden . Als Lasten
fallen nicht nur das Gewicht des Baukörpers an, sondern auch zusätzliche Belastungen
wie Wind und Schnee, die in das Erdreich abgeleitet werden müssen. Ein großer
Nachteil bei einer Betonplatte sind die hohen Herstellungskosten. Durch den
hohen Bedarf an Bewährung,Kies und Beton sind die Kosten um einiges höher, als
bei einem Streifen- oder Punktfundament. Der Preis für eine 20 cm dicke
Bodenplatte fängt bei ca. 30 € pro Quadratmeter an. Bei diesem Preis wären
allerdings umfangreiche Eigenleistungen fällig.
Steht der neue Standort für Ihr Gartenhaus /
Gerätehaus fest, kann mit den Erdarbeiten begonnen werden. Heben Sie zuerst den
Boden über die gesamte Grundrissfläche (+ 10cm umlaufend größer) 30 cm tief
aus. Falls nötig stellen Sie nun eine Randschalung aus Schalplatten oder
Schalbrettern her, welche nach dem Aushärten des Betons wieder entfernt wird.
Als Maßnahme gegen aufsteigende Feuchtigkeit
verteilt man nun eine kapillarbrechende 15 cm dicke Kiesschicht. Verwenden Sie
sogenannten „Füllstoff“, den es in jedem Kieswerk gibt und der aus einem
ungewaschenen Kies-Sand Gemisch besteht. Der Kies sollte sorgfältig mit Hilfe
eines sogenannten „Stampfers“ verdichtet werden. Die Bodenverdichtung hat das
Ziel, den Porenraum, welcher aus Luft und Wasser besteht, zu verringern.
Anschließend wird der Kies mit
einer dicken PE-Folie belegt. Diese verhindert, dass der Kies der Bodenplatte
zu schnell Wasser entzieht. Je langsamer der Beton abbindet, desto besser wird
die Qualität der Betonplatte. Nun können Sie anfangen zu betonieren. Es ist auf
alle Fälle ratsam, den Beton von einem Betonwerk zu beziehen, denn nur so ist
eine einwandfreie Mischung und Konsistenz gegeben. Bestellen Sie am besten
Beton „B25“der Körnung 0/16.
Natürlich können Sie den Beton vor Ort auch mit Hilfe einer Betonmischmaschine
selber mischen. Nun füllen Sie etwa eine 5-7 cm dicke Betonschicht ein und
legen auf den frischen Beton Ihre Bewährung. Diese verhindert eine spätere
Rissbildung in der Betonplatte. Als Bewährung eignen sich am besten
Stahlmatten, welche Sie über den Eisenhandel beziehen können. Verteilen Sie
diese über die gesamte Querschnittsfläche und schneiden diese falls nötig mit
Hilfe eines Seitenschneiders zurecht. Legen Sie die Stahlmatten nicht bis an
den Rand, sondern lassen Sie einen Abstand von ca. 3 cm. Nun füllen Sie den
restlichen Beton bis an die Oberkante der Schalung und ziehen diesen mit einem
geraden Brett waagerecht ab.
Im Sommer sollte unbedingt darauf geachtet
werden, dass die frische Betonoberfläche feuchtgehalten wird, um schnelles
Austrocknen und damit Rissbildung zu unterbinden. Nach einer Aushärtungszeit
von 1-2 Tagen (je nach Witterung) kann die Schalung entfernt werden. Die
fertige Betonplatte sollte allerdings erst nach einer Aushärtungszeit von 2-3
Wochen voll belastet werden.
Stahlbetonblatte
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